Schiri-News

Ab der Hallensaison 2016/17 gibt es einige Neuerungen im Handball-Regelwerk zu beachten.

Die Regeländerungen im Überblick

1. Torwart als Feldspieler:

Der Torwart kann als siebter Feldspieler eingesetzt werden. Er muss nicht mehr zwingend mit einem Leibchen gekennzeichnet sein. Ist er das nicht, darf jedoch kein Feldspieler den Torraum betreten; der Torwart muss erst für einen Feldspieler eingewechselt werden.

2. Verletzter Spieler: (Diese Regel gilt nur ab der 3.Liga aufwärts !!)

Ein verletzter Spieler muss das Spielfeld verlassen, nachdem er auf dem Spielfeld medizinisch behandelt wurde, und darf es erst wieder betreten, wenn seine Mannschaft drei Angriffe abgeschlossen hat. Ein Angriff beginnt mit Ballbesitz und endet, wenn ein Tor erzielt wurde oder die angreifende Mannschaft den Ball verliert. Betritt der Spieler das Spielfeld vor Ablauf der drei Angriffe, wird es wie ein Wechselfehler geahndet. Bei einer progressiven Bestrafung des Gegenspielers des Gefoulten gilt die Regel nicht; ebenso bei einem Torwart, der nach einem Kopftreffer liegenbleibt.

3. Passives Spiel:

Nach der Anzeige des Vorwarnzeichens hat die vorgewarnte Mannschaft maximal sechs Pässe zur Verfügung, um auf das Tor zu werfen. Wenn der angreifenden Mannschaft ein Freiwurf zugesprochen wurde, wird die Anzahl der Pässe nicht unterbrochen. Das Zählen der Pässe erfolgt durch den Schiedsrichter und ist eine Tatsachenfeststellung. 


4. Letzte Minute:

Der Wortlaut “letzte Spielminute” in den Regeln 8:5, 8:6, 8:10c und 8:10d wird durch die “letzten 30 Sekunden des Spiels” ersetzt.

Begeht ein Abwehrspieler in den letzten dreißig Sekunden eine grobe Regelwidrigkeit oder unterbindet regelwidrig eine Wurfausführung (Anwurf, Abwurf, Freiwurf, Einwurf), erhält er nun eine rote Karte ohne Bericht - und die andere Mannschaft automatisch einen Siebenmeter.

Die Siebenmeter-Regelung umfasst jedoch keineswegs jedes Foul in den letzten dreißig Sekunden: „Festmachen ist weiterhin ein einfacher Freiwurf“, stellte Manfred Prause, Vorsitzender der Regel- und Schiedsrichterkommission der IHF, im Oktober 2015 gegenüber handball-world.com bereits klar. „Es kann ja nicht sein, dass in den letzten dreißig Sekunden jedes Foul in der Spielfortsetzung ein Siebenmeter ist. Nur Fouls, die sowieso eine rote Karte nach sich ziehen, sind von der Änderung betroffen - ansonsten dreht sich die Regel um Vergehen, wenn der Ball nicht im Spiel ist.“

5. Blaue Karte:

Die Schiedsrichter haben zusätzlich zur Gelben und Roten auch eine Blaue Karte zur Verfügung, um bei einer Disqualifikation eines Spielers für mehr Klarheit zu sorgen. Wenn die Schiedsrichter - nach dem Zeigen der Roten Karte - auch noch die Blaue Karte zeigen, wird ein schriftlicher Bericht in den Spielbericht aufgenommen und die Disziplinarkommission ist für weitere Maßnahmen verantwortlich.

Schiedsrichter gesucht !

Die HSG Langenhagen braucht dringend neue Schiedsrichter ! Für die nächste Saison muss Schiedsrichterwart Klaus Klemp 19 Schiedsrichter melden. Für jeden nicht gemeldeten Schiedsrichter muss der Verein 100 Euro Strafe zahlen, das Geld wird an anderer Stelle für den Spielbetrieb fehlen. In der letzten Saison hat diese Regelung die HSG Langenhagen 400 € gekostet !
Bitte fragt rum, wer bereit ist, einen Schiedsrichter-Anfänger-Lehrgang zu besuchen und meldet Interessenten oder Euch selbst an Klaus Klemp (Tel. 0151 12161124) .
Die Schiri-Anwärter sollten mindestens dem Jahrgang 2001 angehören, also in der kommenden Saison B-Jugend spielen.
Für Trainer ist es sicherlich vorteilhaft, wenn mehrere Aktive aus ihrer Mannschaft den Lehrgang besuchen, denn dann lernen sie endlich mal genau das Regelwerk kennen. Die meisten, auch erwachsenen Handballspieler, kennen die Regeln nur vom Hörensagen und haben noch nie ein Regelheft in der Hand gehabt. 
HSG-Schiedsrichter werden, wenn sie dann auch regelmässig Spiele pfeiffen, beitragsfrei gestellt, bekommen das komplette Pfeiff-Set und ein Schiedsrichtertrikot.
 

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